Prozessoptimierung

Im Komponentenwerk Dingolfing der BWM Group optimierte Cirquent die Materialversorgungsprozesse für die Teile der Hinterachsgetriebe (Differentiale). Darüber hinaus war Cirquent verantwortlich für Konzeption und Einführung einer Lagerverwaltungslösung auf Basis von SAP WM mit Radio Frequency Terminals über WLAN-Technologie.

 

BMW Group

Die Aufgabe: Nutzung des SAP-Standards ohne funktionale Kompromisse

In den komplexen Abläufen des Komponentenwerks Standardsoftware einzuführen, war eine große Herausforderung für das Projektmanagement. Für die verschiedensten Bereiche waren die bestehenden Prozesse mit dem SAP-Standard in Einklang zu bringen – ohne funktionale Kompromisse zu machen. Neben Konzeption und Realisierung der Software-Lösung musste das perfekte Zusammenspiel mit der Hardware garantiert werden: „Wir hatten für das Gesamtsystem Sorge zu tragen – also auch für die Anbindung per WLAN und die Konfiguration der Handhelds“, so Gerhard Schamberger, Team Manager Logistik der Cirquent GmbH.

Die Lösung: Kundenspezifische Lösung mit SAP WM und Datenfunk

Als erstes hat das Projektteam aus Cirquent-Beratern und Spezialisten der BMW Group die bestehende Organisation und die Prozesse analysiert, um sie in SAP abbilden zu können. „Uns ist es gelungen, die gestrafften Prozesse ohne funktionale Abstriche in eine bestehende SAP-Landschaft neu zu integrieren und komplett im SAP-Standard zu bleiben“, sagt Gerhard Schamberger. „In der Konzeptionsphase kristallisierten sich zunehmend auch die Vorteile des Datenfunks hinaus.“ Mit der Annahme des Fachkonzepts fiel schließlich die Entscheidung für die Nutzung des Datenfunks.

Projekt in drei Stufen

Das Projekt wurde von der BMW Group in drei Stufen eingeteilt: Sukzessive sollten die Bereiche „Radsätze“, „Getriebegehäuse“ und „Flansche“ auf SAP umgestellt werden, um mögliche Risiken zu minimieren. In der anschließenden Umsetzungsphase musste der gesamte Prozess systemtechnisch in SAP WM Version 4.6c abgebildet werden. „Wir haben den Standard nur an einem einzigen Punkt verlassen und programmiert: bei der Eingabemaske der Handhelds“, erläutert Schamberger. Auf dem kleinen Bildschirm des Handhelds sollte der BMW Group Mitarbeiter auf einen Blick die wesentlichen Informationen erhalten, ohne zu scrollen bzw. die Maske wechseln zu müssen. Cirquent Berater haben daher dafür gesorgt, dass die Masken rollenspezifisch die erforderlichen Felder anzeigen.

Der Nutzen: Optimierung der Materialversorgung bis zum Montageband

Die von Cirquent in enger Zusammenarbeit mit BMW Group Mitarbeitern konzipierte und realisierte Lösung sorgt für maximale Transparenz für jedes Bauteil: Bestände, Lagerorte, Angaben zu Herstellungsort und -datum etc. Dadurch gelingt es dem Automobilhersteller, seine Bestände zu optimieren. Die Prozesse der Lagerverwaltung für die Fertigung der Hinterachsgetriebe im Komponentenwerk Dingolfing werden vollständig unterstützt: von der Rückmeldung aus der Produktion bis zur Lieferung an den Verbauort in der Montage. Der durchgängige Einsatz von Radio Frequency Terminals vermeidet Medienbrüche vollständig.

Bestände bis zu 50 Prozent reduzieren

Dank optimierter Lagerverwaltung ließen sich Effizienz und Transparenz in der Produktion schnell und spürbar erhöhen. Mit dem konsequenten Einsatz von SAP-Standardsoftware ist die IT-Systemlandschaft wartungsfreundlicher und zukunftssicherer geworden. Nahtlos konnte die Lagerverwaltung für Hinterachsgetriebe im Komponentenwerk Dingolfing in die bestehende und zukünftige Systemlandschaft bei der BMW Group integriert werden. Die Bestände ließen sich deutlich reduzieren – in manchen Fällen bis zu 50 Prozent.